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Hilfestellungen für Vereine - Für die Gesellschaft engagiert

20.03.2019
Ein Trio, das bewegt: Mareike Appel, Victoria Becker und Inga Marbach von der Sportregion Delmenhorst/Oldenburger Land (von links). Foto: Franitza
Ein Trio, das bewegt: Mareike Appel, Victoria Becker und Inga Marbach von der Sportregion Delmenhorst/Oldenburger Land (von links).
 
Landkreis/Sandkrug – Vereine sind feste Bestandteile der hiesigen Zivilgesellschaft. Doch auch für sie ändern sich die Zeiten: Der demografische Wandel, Digitalisierung, die Anforderungen von Inklusion und Integration, veränderte Lebensplanungen und vieles mehr.
 
Kurzum: Vereine sind zusehends gezwungen, mit der Zeit zu gehen. Doch die 158 Sportvereine mit ihren 60.000 Mitgliedern im Landkreis Oldenburg sind dabei nicht sich selbst überlassen: Die Sportregion Delmenhorst/Oldenburg Land bietet Hilfe und Unterstützung bei einer Vielzahl von Fragen und Problemstellungen: von der Mitgliedergewinnung über die Pflege der Ehrenamtlichen bis hin zur Datenschutzgrundverordnung. „Ein Vorstand von drei bis vier Personen soll das meist alles alleine machen“, sagt Sportreferentin Inga Marbach. Das sei in der Regel von diesen gar nicht zu leisten. „Wir können direkt Tipps geben oder Hinweise zu Beantragung von Fördermitteln, aber auch Ansprechpartner und Fortbildungen vermitteln“, beschreibt sie. „Keiner muss im stillen Kämmerlein alles für sich neu erfinden.“ Ein wichtiges Signal für die Vorsitzenden laute dabei „ihr steht nicht allein da, ihr habt Rückendeckung“, so Marbach weiter. Doch auch an die unverzichtbaren Helfer im Hintergrund wird.gedacht: Dafür gibt es die Aktion „Ehrenamt überrascht“, bei der besondere Momente für diese Vereinsmitglieder geschaffen werden. Kurzum: Sportvereine stark machen, Ideen anstoßen, fördern, qualifizieren, zertifizieren oder im „Vereinscheck“ auf Herz und Nieren prüfen – die Palette ist denkbar breit.

Ein ebenso zentraler Bereich sei es, „Kinder in Bewegung zu bringen“, erläutert die hauptamtliche Referentin das Aufgabenspektrum weiter. Es sei bekannt, dass die Entwicklung motorischer Fähigkeiten bei Kindern positive Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung habe. Und so ist es die Aufgabe ihrer Kollegin Victoria Becker, sich um Kinder, Schüler und Jugendliche zu kümmern. Wie in den anderen Bereichen gibt es auch hier vielfältige Angebote: etwa die „Miniolympiade (nach einem eigenen Konzept), die im vergangenen Jahr erfolgreich im Kindergarten Pusteblume in Wildeshausen über die Bühne ging, die „Sportabzeichen-Challenge“ oder die „Mini-Sportabzeichen“ für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Doch auch Bewegungsangebote nach Wunsch der Schulen oder Kitas kann sie ermöglich und dafür etwa Fachleute aus den Vereinen vermitteln. Das sei für Letztere zudem im Rahmen der Nachwuchsförderung wichtig: Denn da sich der Unterricht zunehmend auf den Nachmittag erstreckt, haben die Schüler natürlich auch weniger Zeit für eine aktive Mitgliedschaft. „Der Bedarf ist da, die Anfragen kommen“, beschreibt sie das postive Feedback der Einrichtungen. Im Gegenzug gehe es unter anderem darum, Jugendliche im Verein besser einzubinden und altersgerechte Angebote zu etablieren.

 

Um den großen, aktuellen Bereich der Integration kümmert sich seit Kurzem Mareike Appel. Eine ganz grundsätzliche Aufgabe bestehe darin, das hiesige Vereinswesen zu vermitteln – denn das sei in seiner Art und Weise in vielen Ländern so nicht bekannt. „Die Flüchtlinge müssen dafür sensibilisiert werden“, sagt sie. Dann gelte es, beide Seiten zusammenzubringen und zu vermitteln. „Der Verein ist ein wertvoller Bereich der Gesellschaft, bei dem nicht immer jeder nur für sich das Beste will“, sagt Marbach – sondern sich für die Gruppe engagiere.

 
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